Mittwoch, 27. Oktober 2004


Berichte über großes Leid

Pater Gerhard Lagleder informiert über Arbeit in südafrikanischem Aids-Hospiz

Ebnath. (soj) Pater Gerhard Lagleder besuchte die Pfarrei Ebnath und feierte zusammen mit vielen Gläubigen einen Gottesdienst in der Ebnather Pfarrkirche. Pater Gerhard, der aus Regensburg stammt, ist Leiter eines Aids-Hospizes in Südafrika, wo, wie berichtet, die Ebnatherin Susanne Stauffer zurzeit ein freiwilliges soziales Jahr leistet.

Diakon Rudolf Hoffmann begrüßte Pater Gerhard beim Gottesdienst. "Sie sind ein Bote Gottes, der Kontinente untereinander verbindet", so der Diakon. Nach dem Gottesdienst trafen sich viele Interessierte im Pfarrgemeindehaus, um den Vortrag des Paters zu hören. Er berichtete von seiner Arbeit in Südafrika und stellte seine Bruderschaft des Seligen Gerhard, die "Brotherhood of Blessed Gerard" vor.

Diese ist eine Hilfsorganisation des Malteserordens in Südafrika, die sich bereits seit zwölf Jahren zum Ziel gesetzt hat, Hilfsbedürftige zu befähigen, sich selbst zu helfen und in dringenden Notfällen selbst direkt und unmittelbar Hilfe zu leisten. So werden unter anderem arme Kranke behandelt, die sich das eigentlich nicht leisten können. In Sprechstunden werden unterernährte Kinder untersucht, behandelt und mit Speisen versorgt. Ein Kindergarten kümmert sich um sozial benachteiligte Mädchen und Buben. Im Hospiz werden bedürftige Kranke, meist Aids-Patienten, betreut.

Selbsthilfeobjekte, wie zum Beispiel eine Nähschule, sollen die Arbeitslosigkeit lindern. Die Aufklärung in Bezug auf Aids ist eine der wichtigsten Aufgaben der Hilfsorganisation, sind doch in dieser Gegend über 80 Prozent der Bevölkerung HIV-positiv.

Die Zuhörer in dem voll besetzten Pfarrgemeindehaus waren betroffen von dem großen Leid, das hier zu sehen war. Dementsprechend groß war deshalb auch die Spendenfreudigkeit der Ebnather. Etwa 2000 Euro konnten dem Pater mit auf dem Weg gegeben werden, die sich aus der Sammlung während des Gottesdienstes und im Pfarrheim zusammensetzten. Auch gab die Pfarrei noch 300 Euro aus dem Erlös von Messstipendien dazu.

Wer auch Hilfe leisten will, kann dies mit einer Spende auf das Konto der Pfarrei Ebnath (Konto 170209, Sparkasse Kemnath) tun. Pater Gerhard, der bei den Eltern von Susanne Stauffer wohnte, sprach allen ein "Vergelt's Gott!" im Namen aller Kranken und Hilfsbedürftigen in Südafrika aus. Mit den besten Grüßen vieler Ebnather an Susanne Stauffer im "Gepäck" kehrt der Pater in Kürze in seine Heimat Südafrika zurück.


Der Neue Tag · Mittwoch, 27. Oktober 2004


Diese Seite ist Teil der Medienschau der Brotherhood of Blessed Gérard



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Diese Seite wurde am 24.12.2004 erstellt. Letzte Aktualisierung am 08-10-2009 15:43:16