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L O K A L E S

Samstag, 23. Oktober 2004


Pater Lagleder in Elsendorf zu Gast:

Missionar kämpft für Aidsaufklärung

In Teilen des Zululandes bis zu 80 Prozent der schwarzen Bevölkerung HIV-positiv


Die Vorstandschaft des Frauenbundes übergibt Pater Gerhard Lagleder eine Spende als Zeichen ihrer Bereitschaft, in der Aids-Hochburg Zululand zu helfen.

Elsendorf/Appersdorf.

Fremdländische Zuluklänge waren in den beiden Pfarrkirchen zu hören, als der langjährige Zululandmissionar und Schul- und Studienfreund von Pfarrer Arnold Pirner, Pater Gerhard Lagleder, mit den Gemeinden Gottesdienst feierte und den Segen am Ende in der Zulusprache spendete. Pater Gerhard gehört der Kongregation der Missionsbenediktiner von St. Ottilien an und ist bereits seit 17 Jahren als Missionar im südafrikanischen Zululand tätig. Die letzten zwölf Jahre verbrachte er in Mandeni bei Durban am Indischen Ozean.

Gerhard Lagleder kam im Rahmen seines Heimaturlaubs nach Elsendorf. Er bedankte sich beim Pfarrer und den beiden Pfarrgemeinden für die treue Unterstützung seiner Missionsarbeit in der AIDS-Hochburg der Welt. Neben den Gottesdiensten hatten die Kinder und Jugendlichen, die Senioren und alle Pfarrangehörigen die Möglichkeit, Pater Gerhard bei verschiedenen Treffen persönlich zu begegnen.

Er berichtete davon, dass er als Priester nicht nur in Worten von der Liebe Gottes predigen könne, sondern dass die Missionsarbeit gerade darin bestehe, den Menschen die Liebe Gottes in der helfenden Tat erfahrbar zu machen. Dies sei gerade deshalb notwendig, weil in Gegenden des Zululandes über 70 Prozent der HIV-Tests positiv ausfallen. In der Township Sundumbili, die zur Pfarrei Mandeni gehört, leben zum Beispiel 60 000 bis 70 000 Schwarze, davon viele Industriearbeiter. Unter ihnen beträgt die Rate der mit HIV Infizierten sogar über 80 Prozent.

Um das damit verbundene Elend, von dem ganze Familien betroffen sind, zu lindern, gründete Pater Gerhard vor zwölf Jahren eine südafrikanische Hilfsorganisation, die „Brotherhood of Blessed Gérard“, die nach dem Gründer des Malteserordens benannt ist. Die Bruderschaft betreibt das größte Hospiz Südafrikas, ein Kinderheim, ein Entwicklungshilfezentrum, einen Kindergarten, eine Klinik für unterernährte Kinder und sechs weitere caritative Projekte. Besonderen Wert legt sie auch auf die Aids-Aufklärung.

Die Teilnehmer an den Vorträgen waren sehr bewegt von den Schilderungen Pater Gerhards über die schlimme Situation der Menschen im Zululand und von den eindringlichen Bildern, die er dazu zeigte.

Pater Gerhard zeigte sich überwältigt von dem regen Interesse der Pfarrangehörigen und von der großen Spendenbereitschaft. Er dankte den Gläubigen ganz besonders für die treue Hilfe. Der Pfarrgemeinderat, der Frauenbund, die Senioren, die Firmlinge sowie die Kinder- und Jugendgruppen tragen durch den Erlös aus verschiedenen Aktionen immer wieder dazu bei, dass den Menschen in Südafrika wirkungsvoll geholfen werden kann. Dazu kommen noch viele Einzelspenden von Gläubigen aus den Gemeinden. Ein besonderes Vergelt’s Gott galt Pfarrer Arnold Pirner und Pfarrhaushälterin Rita Gleißner, die immer wieder Aktionen für den guten Zweck ins Leben rufen.

Pater Gerhard betonte, dass Hilfe für die Mission kein Fass ohne Boden sei, weil es auch viele Einheimische gibt, die selbst zu Helfern werden. So tragen über 500 ehrenamtliche Frauen und Männer die sozialen Projekte der Bruderschaft im Zululand, mit denen schon Tausenden von Hilfsbedürftigen geholfen und vielen davon das Leben gerettet werden konnte.

Am Ende des bewegenden Vortrags übergab die Vorstandschaft des Frauenbundes eine Spende an Pater Gerhard und viele Teilnehmer zeigten sich bei dieser Gelegenheit ebenfalls spendabel.


Hallertauer Zeitung, Samstag, 23. Oktober 2004


Diese Seite ist Teil der Medienschau der Brotherhood of Blessed Gérard



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Diese Seite wurde am 2.12.2004 erstellt. Letzte Aktualisierung am 08-10-2009 15:45:57