Artikel aus "Mainspitze" Rüsselsheim, am 25.11.2003


In Würde leben und sterben

Drei Kirchengemeinden unterstützen ein Aids-Zentrum in Südafrika

Von Michael Vogt

Pfarrer Michael Eich erhält Unterstützung in seinem Kampf für AIDS-Kranke in Südafrika. Nach St. Georg stellten auch seine beiden anderen Gemeinden Geld zur Verfügung:

In St. Michael wurden 300 Euro gesammelt. In St. Christophorus erbrachte ein Flohmarkt des 30 Frauen starken Helferinnen-Kreises, bei dem sich Besucher an selbst gebackenen Kuchen und einer leckeren Kürbissuppe laben konnten, 963,81 Euro ein, die Marianne Jung und Cilly Flach jetzt Pfarrer Eich übergaben. Mandeni liegt im Zululand im Osten der südafrikanischen Republik. 150 000 Menschen leben in jener Region. AIDS-Rate: 90 Prozent. Derzeit werden in dem Zentrum AIDS-Kranke und AIDS-Waisenkinder im Alter von vier Monaten bis elf Jahren betreut. Daneben kümmert man sich um misshandelte und Missbrauchte Kinder. Im Haus gibt es ferner 25 Betten zur Betreuung sterbenskranker, mehrheitlich AIDS-kranker Erwachsener. Wie Eich weiter berichtet, ist die Sterblichkeitsrate im Industriegebiet Mandeni sehr hoch. Allein in diesem Jahr sind in dem Hospiz schon 79 Menschen gestorben. Neben der Arbeit im Hospiz und im Kinderheim gibt es in Mandeni Projekte zur Hungerhilfe und Hygienemaßnahmen. Fortgesetzt werden die AIDS-Aufklärung und die Ausbildung des noch arbeitsfähigen Teiles der Bevölkerung in der Nähschule und im Haushaltshilfe-Kurs. Wie Eich erzählt, kostet das Ganze monatlich etwa 20 000 Euro. Bis auf fünf Angestellte wird alles aus Spenden finanziert. Das ist möglich, weil viele ehrenamtliche Helfer ihr Bestes geben: “Aus eigener Beobachtung kann ich sagen, dass dort großartige Arbeit geleistet wird, damit die einen in Würde leben und die anderen in Würde sterben können”, sagt Eich. “Damit gibt es einen Hoffnungsschimmer für ein fast aussterbendes Volk.”

Marianne Jung weiß aus der Seniorenarbeit, wie wichtig auch Hospizhilfe ist. Menschen sollten bis zum Schluss ihres irdischen Lebens einen Platz finden, an dem sie sich geborgen fühlen können. Die Besucher des Flohmarktes wurden mit einer Schautafel über den Zweck der Aktion informiert. Im Vorfeld hatte Pfarrer Eich das Mandeni­Zentrum auch dem Seniorenkreis von St. Christophorus vorgestellt.


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Letzte Aktualisierung dieser Seite: 30-12-2009 13:34:44