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AIDS-Tag

Geschäftsführender Präsident besucht Malteser Hospiz in Südafrika:
„Der Tod ist hier überall!“

Köln/Mandeni. Aus Anlass des AIDS-Tages, 1. Dezember, besucht Johannes Freiherr Heereman, Geschäftsführender Präsident des Malteser Hilfsdienstes, das Malteser Hospiz in Mandeni (Südafrika). Mit 40 Betten ist es das größte Hospiz Afrikas. Im Durchschnitt stirbt jeden zweiten Tag ein Patient, manchmal sind es fünf an einem Tag. „Dank zahlreicher ehrenamtlicher Helfer und professioneller Palliativmedizin sterben die Menschen hier in Würde, bestens gepflegt und rund um die Uhr umsorgt. Eine Oase der Liebe und des Friedens inmitten von Not und Verzweiflung“, fasst Heereman seine Eindrücke zusammen.

Aufgebaut wurde das Hospiz von dem Malteser und Benediktinermönch Gerhard Lagleder, der seit fast 20 Jahren in der Missionsarbeit tätig ist. Finanziell unterstützt wird die Arbeit von Maltesern aus verschiedenen Ländern. So übernimmt der Malteser Hilfsdienst die Kosten der im Hospiz benötigten Medikamente für das Jahr 2006. Erschüttert ist Heereman über die generelle Situation in der Stadt Mandeni: „Der Tod ist hier überall. Kein Wunder: Mandeni hält mit 76 Prozent Positiv-Ergebnissen bei HIV-Tests den traurigen Weltrekord, was die Häufigkeit der Erkrankung angeht. Ein Drittel der Bevölkerung hat bereits das HIV-Virus.“

Besonders betroffen ist Heereman darüber, dass der Virus auch bei Kindern keinen Halt macht. „Über 200.000 Kinder trifft es pro Jahr.“ Von den 40 Kindern des Malteser Kinderheims in Mandeni sei allein die Hälfte infiziert. Angesichts dieser Not ruft Heereman dringend zu Spenden für Medikamente auf. Denn: „Jeder Mensch auf der Welt besitzt das Recht, menschenwürdig zu leben und zu sterben.“

Mehr Infos zum Malteser Hospiz Mandeni unter: www.bbg.org.za


Diese Seite ist Teil der Medienschau der Brotherhood of Blessed Gérard



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Diese Seite wurde zuletzt am 08-10-2009 15:48:00 aktualisiert.