Geschäftsstelle Traunstein

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14.11.03


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Thema: Gemeinsam für Afrika
Traunsteiner Malteser unterstützen südafrikanische Partnerorganisation

„Gemeinsam für Afrika“ unter diesem Motto steht ein bundesweiter Aktionstag des Malteser Hilfsdienstes am heutigen Samstag. Die Hilfsorganisation will dabei besonders auf die Nöte der Menschen in dem vielfach vergessenen Kontinent hinzuweisen. Die Malteser im Landkreis Traunstein nehmen die Kampagne zum Anlass, um für Unterstützung der  „Brotherhood of Blessed Gérard,“ der südafrikanischen Malteser-Organisation, zu bitten.

Seit vielen Jahren pflegt die Kreisgliederung Traunstein enge Kontakte zu den Südafrikanischen Maltesern und leistet Hilfen durch Spenden von Aus- und Fortbildungsmaterial sowie durch finanzielle Förderung. Pater Gerhard Lagleder, ein bayerischer Missionsbenediktiner, hat den Malteser Hilfsdienst in Südafrika im Rahmen eines Missionsauftrages vor elf Jahren gegründet. Aus kleinen Anfängen ist inzwischen ein beachtliches Hilfswerk entstanden. Kernstück ist das sogenannte „Care-Centre,“ ein Sozialzentrum, rund 100 Kilometer von Durban entfernt. Von dort aus wird die ambulante Hilfe in einem weiten Umland organisiert und es ist das Zentrum der stationären Hospiz- und Krankenpflege. Daneben beherbergt das Care-Centre ein Kinderheim.

An Bedeutung enorm zugenommen haben die Hilfsdienste der Malteser durch die Tatsache, dass in diesem Teil des Kontinents die weltweit höchste AIDS-Rate herrscht. Mehr als 80 Prozent der Tests fallen positiv aus. Wegen der unzureichenden medizinischen Versorgung und einem häufig schwachen sozialen Umfeld ist die Prognose für die infizierten Menschen meist alles andere als hoffnungsvoll. Neben den persönlichen Nöten für die Betroffenen hat die hohe Sterblichkeitsrate der HIV-Infizierten auch schwerwiegende Folgen für die Gesellschaft und die wirtschaftliche Situation im Land. Firmen müssen aufgrund hoher Krankheitsausfälle tageweise schließen,  ein bedeutender Teil einer Generation geht der Gesellschaft verloren und Familienstrukturen brechen auseinander.

Hauptaufgabe der Malteser ist der Betrieb eines Hospizes, in dem schwerst- und unheilbar Kranke in den letzten Tagen ihres Lebens in sauberer Umgebung liebevoll gepflegt und mit ausreichend Nahrung versorgt werden. „Niemand muss bei uns alleine seinen letzten Weg gehen,“ beschreibt Pater Gerhard die Hilfe der Malteser für die Sterbenden. Mit einem Krankenwagen werden die Schwerkranken aus den Elendsvierteln geholt und medizinisch erstversorgt. Tuberkulose, Geschlechtskrankheiten, Krebserkrankungen und Infektionen aller Art werden durch die Immunschwäche begünstigt. Fast alle Patienten, von denen die meisten deutlich unter 30 Jahre alt sind, zeigen extreme Symptome. Mit einfachen, aber wirksamen Mitteln und einem hohen hygienischen Standard versuchen die Helfer dagegen anzugehen.

Zweite Hauptaufgabe der südafrikanischen Malteser ist der Betrieb eines Kinderheimes.

Vor allem AIDS-Waisen, denen die heimtückische Krankheit die Eltern genommen hat, haben dort ein neues Zuhause gefunden, in dem sie geschützt vor Missbrauch und Gewalt aufwachsen können. Doch auch für ausgesetzte und sexuell misshandelte Kinder ist das Heim der Ort,  der ihnen hilft, über ihr schweres Schicksal hinwegzukommen. Sehr engagiert sind die Malteser im Kampf gegen AIDS und leisten deshalb intensive Aufklärungsarbeit. Die Helferinnen und Helfer gehen in Firmen, Schulen und zu Vereinen und zeigen den Menschen, wie sie sich vor einer HIV-Infektion schützen können.

Auch die klassischen Aufgaben einer Hilfsorganisation, wie Katastrophenschutz, Krankentransporte und Erste Hilfe bei Unfällen, Sanitätsdienste werden von den Maltesern wahrgenommen. Daneben wird ein Kindergarten betrieben und in einer Nähschule werden junge und ältere Frauen ausgebildet, damit sie durch ihre Arbeit zum Unterhalt ihrer Familie beitragen können. „Unser Arbeit wird nie ein Ende haben“, sagt Pater Lagleder. Es gibt zu wenig Fahrzeuge, zu wenig Medikamente und zu wenig Betten. „Die Not ist immer größer als die Mittel, die uns zur Verfügung stehen.“ Doch es gelinge, das Leid der Menschen ein wenig zu lindern, freut sich der Benediktinerpater. Deshalb werde er nicht aufgeben, auch wenn die Katastrophe, die AIDS in Südafrika auslöst hat, ihren Höhepunkt noch lange nicht erreicht hat. Zusammen mit der, in Südafrika einheimischen Geschäftsführerin Clare Kalkwarf, leitet Lagleder die Malteser Organisation. Eine beachtliche Zahl einheimischer, ehrenamtlicher Helfer und Helferinnen und  ausländische Volontäre und Praktikanten sind das Fundament der Brotherhood of Blessed Gérard. „Gemeinsam wollen wir ein bisschen von der Liebe Gottes in diesem, scheinbar gottverlassenen Teil der Welt spürbar machen,“ sagt Pater Gerhard.

Wer die Arbeit der südafrikanischen Malteser unterstützen und dazu beitragen will, die Lebensbedingungen für die Menschen zu verbessern, kann dies durch eine Spende auf das Konto 3344 des Malteser Hilfsdienstes bei der Volks- und Raiffeisenbank Traunstein (BLZ 710 621 94), Kennwort „Gemeinsam für Afrika“ tun.

pv.


Diese Seite ist Teil der Medienschau und des Rundbriefs Nr. 23 der Brotherhood of Blessed Gérard




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Letzte Aktualisierung dieser Seite: 08-10-2009 15:48:49