Neues Kinderheim
für AIDS-Waisen in Südafrika

88 Prozent der arbeitenden Bevölkerung an der Nordküste des Zululandes sind HIV-positiv. Die Krankenhäuser sind überfüllt und können gar nicht alle Schwerkranken aufnehmen. Sterbende müssen alleine sehen, wie sie und ihre Familien zurecht kommen. Grausame Realität im Zululand Südafrikas. Nicht so in Mandeni, wo die Südafrikanischen Malteser den Stier bei den Hörnern gepackt haben. Sie haben ein Pflege-, Sozial- und Hospiz-Zentrum aufgebaut, das in seiner Art einzigartig ist. Und nun soll zudem ein Kinderheim angegliedert werden.


Das Malteser Zentrum in Mandeni ist einzigartig, weil es die klaffende Versorgungslücke zwischen Krankenhaus und Zuhause überbrückt. Neben der stationäre Aufnahme von Patienten bietet das Zentrum Tagespflege an, so dass Familienmitglieder ihrer Arbeit nachgehen können. Hinzu kommen ambulante Hauskrankenpflege und die Ausbildung für Familienangehörige und andere Interessenten in Häuslicher Krankenpflege und anderen verwandten Bereichen.

Das Kinderheim ist das neueste und momentan dringlichste Projekt der Südafrikanischen Malteser, weil es immer mehr Kinder gibt, deren Eltern an AIDS sterben und die als Waisen nicht immer von der Großfamilie versorgt werden können. Zudem gibt es immer mehr Kinder, die selbst HIV-positiv sind. Dazu kommen misshandelte, ausgesetzte, unterernährte, verwahrloste und behinderte Kinder, die dringend ein Heim, ein Zuhause, eine liebendes Wort und eine pflegende Hand brauchen.

Momentan ist das Kinderheim in drei Räumen des Pflege-, Sozial- und Hospiz-Zentrums untergebracht, die aber ebenso für das Hospiz benötigt werden. So ist es nun nötig, möglichst schnell ein eigenes passendes Gebäude zu errichten, das dann auch noch weiteren Kindern, die sonst keine oder nur eine recht düstere Zukunft hätten, ein neues Zuhause bieten kann.

Benannt wurden die Südafrikanischen Malteser, die „Brotherhood of Blessed Gérard" nach dem Seligen Gerhard, dem Gründer des Malteserordens. Im Dezember 2000 gehörten ihnen 403 aktive, zumeist ehrenamtliche Mitglieder an, 338 davon Südafrikaner.

Neben dem Pflege-, Sozial- und Hospiz-Zentrum, das in den vier Jahren seines Bestehens über 1000 Patienten betreut hat, sowie dem Kinderheim betreibt die Bruderschaft noch weitere Projekte: Ein Hungerhilfeprojekt für unterernährte Kleinkinder und Säuglinge, einen Kindergarten, eine Nähschule, wo arbeitslose Frauen im Nähen ausgebildet werden, einen Seniorenclub, ein AIDS-Aufklärungsprogramm, einen Stipendien-Fonds zur Unterstützung bedürftiger Schüler und Studenten, einen Erste-Hilfe- und Notdienst einen Zivil- und Katastrophenschutzdienst, einen Hilfsfonds zur Unterstützung armer Kranker und einen Nothilfe-Fonds, um Menschen in unerwarteten Notsituationen mit Nahrungsmitteln, Kleidung und Baumaterialien zu helfen.

Informationen und Kontakt erhalten Sie über: Brotherhood of Blessed Gérard oder Blessed Gérard's Children's Home ; Postanschrift: Brotherhood of Blessed Gérard, P O Box 440, Mandeni 4490, Republic of South Africa, Telefon 0027-32-456-2743, Telefax 0027-32-456-7962, Email .

P. Gerhard T. Lagleder OSB


Um die vielfältigen Aufgaben erfüllen zu können und vor allem zum Bau des Kinderheimes bitten die Südafrikanischen Malteser ganz herzlich um Ihre Spende.

Spendenkonto:
Sparkasse Neuburg-Rain
Konto Nr. 12021,
BLZ 721 520 70.

Spendenquittungen werden bei genauer Absenderangabe gern erstellt.


Der kleine Gerhard war bei der Ankunft im Pflegezentrum ein misshandeltes und ausgesetztes Kind.

Heute ist er ein normaler, fröhlicher Junge


Malteser magazin · 45. Jahrgang · Nr.1 G 4137 F · 1/2001 · März 2001


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