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Stadt Neuburg

Montag, 27. September 2004
NR · Nummer 224

NR



Seit zwölf Jahren hilft Pater Gerhard Lagleder in Afrika den Kranken und Sterbenden. Heute berichtet er und zeigt Bilder seiner Arbeit, die auch von den Neuburgern kräftig durch Spenden unterstützt wird.

Bild: privat

Hilfe für Aids-Kranke, Kinder und Hungernde in Afrika

Pater Gerhard Lagleder berichtet heute über seine Arbeit

Neuburg (nr).

Seit zwölf Jahren pflegt Pater Gerhard Lagleder mit seiner Bruderschaft Kranke und Sterbende im Zululand in Afrika. Am heutigen Montag berichtet er um 20 Uhr im Pfarrsaal von St. Peter über seinen Einsatz für die Hilfsbedürftigen. Der bayerische Missionsbenediktiner, dessen Bruder am Descartes-Gymnasium in Neuburg arbeitet, wird auch von Bürgern aus Neuburg und der Umgebung unterstützt.

Im Oktober 1992 rief Pater Gerhard seine Bruderschaft ins Leben. Mit Spendengeldern wurde ein Pflege-, Sozial- und Hospiz-Zentrum gebaut, in welchem Mitglieder der Bruderschaft  Kranke und Sterbende pflegen; fast alle sind Aids-Kranke. Das Hospiz beginnt jetzt als eine der ersten Stellen in Südafrika mit der antiretroviralen Behandlung von Aids-Patienten; so bekommen jetzt auch mittellose diese Medikamente, ohne die sie rasch sterben würden. Damit es zu keinen Komplikationen kommt, werden die Patienten in einem vierwöchigen Kurs über die richtige Einnahme der Medikamente geschult. Für diese neuen Aufgaben reicht ehrenamtliche ärztliche Hilfe nicht aus. Deshalb arbeitet seit August eine hauptamtliche Ärztin im Hospiz. Mit Aids-Aufklärung wird versucht, die Ausbreitung der Seuche aufzuhalten.

Das Kinderheim bietet Kindern ein Heim, die sonst keine Zukunft hätten: ausgesetzten, misshandelten und solchen, deren Eltern an Aids gestorben sind und die oft selbst angesteckt sind. Um unter- und mangelernährte Kinder kümmert sich die Bruderschaft in ihrem Hungerhilfeprojekt. In einem Kindergarten erhalten Kinder eine Vorschulerziehung. Begabte, aber mittellose Schüler und Studenten unterstützt die Bruderschaft durch ihren Stipendien-Fonds. In einen Nähschule bildet sie Frauen aus, damit sie eine Arbeit finden können. Außerdem unterstützt die Bruderschaft arme Kranke durch ihren Krankenfonds. Sie arbeitet im Zivil- und Katastrophenschutz, in der Nothilfe, im Erste Hilfe und Notdienst und bietet einen Seniorenclub.


Neuburger Rundschau, Montag, 27. September 2004


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Diese Seite wurde am 2.12.2004 erstellt. Letzte Aktualisierung am 08-10-2009 15:50:56