DAS ULRICHSBISTUM



Als Missionare auf Zeit gehen junge Leute aus dem Bistum Augsburg nach Afrika.

Foto: Schuh

"Keine Welterlöser"

Erzabt Jeremias entsandte Missionare auf Zeit

ST. OTTILIEN - Sieben Frauen und Männer sind von Erzabt Jeremias Schröder, St. Ottilien, als "Missionare auf Zeit" für sechs bis zwölf Monate nach Afrika entsandt worden. Während eines festlichen Gottesdienstes sagte der Abt, die jungen Missionare sollten und dürften sich nicht als "Welterlöser" fühlen. Sie müssten vielmehr behutsam und mit großer Ehrfurcht den heiligen Boden fremder Kultur betreten.

Fünf der "Missionare auf Zeit" gehen nach Tansania und zwei nach Südafrika. Christoph Jank und Michael Schnitzler aus Bobingen arbeiten in Südafrika in einem Aids-Sterbehospiz. Dort helfen sie in der Krankenpflege und der Leitung des Hauses. Veronika Karl aus Schöffelding arbeitet in Tansania an einer Mädchen-Oberschule. Ebenfalls in Tansania werden Sonja Schipf, Laugna, in einem Kindergarten ihren Dienst verrichten und Karin Abbt, Gersthofen, als Orthopädie-Schuhmacherin. Als Schreiner wird Alois Simon aus Übersee am Chiemsee arbeiten. Angelo Fiedler geht als Sozialpädagoge nach Afrika.

An die Eltern und Geschwister der Missionare gerichtet sagte Erzabt Jeremias: "Die jungen Missionare werden bereichert wieder zurückkommen. Wer reichlich gibt, wird reichlich ernten." Die Aussendung geschehe zwar durch ein Kloster, der eigentliche Aussender jedoch sei die gesamte Kirche. Die Kirche lebe davon, so der Abt, dass sich immer wieder Menschen bereitfinden, sich senden zu lassen, um den Auftrag Jesu Christi zu erfüllen, allen Menschen die Botschaft zu verkünden.

Missionare auf Zeit können junge Menschen werden, die entweder einen BerufsAbschluss oder das Abitur haben und nicht älter als 30 Jahre sind. Auf ihren Dienst in Afrika , Lateinamerika oder Asien werden sie durch ein Team vorbereitet, dem Bruder Kornelius Wagner vorsteht. Er wird unterstützt von Monika und Matthias Riederer.

Die Ausgesandten sind keine "Einzelkämpfer". In dem heweiligen Land, in dem sie arbeiten, sind sie in eine benediktinische Gemeinschaft eingebunden. Auch nach der Rückkehr werden die jungen Menschen weiterhin begleitet.

Karlheinz Schuh

Wer Interesse an einer Aufgabe als Missionar auf Zeit hat, kann sich an Bruder Kornelius Wagner wenden, Telefon +49 8193 710, MAZerzabtei.de


KATHOLISCHE SonntagsZeitung ·  21./22. September 2002 / Nr. 38


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