Der Sonntagmorgen:
Ein Blick über den Tellerrand

Der Sonntagmorgen in Radio Charivari am 6. Januar 2008:
Interview der Katholischen Rundfunkredaktion der Diözese Regensburg mit Pater Gerhard.
 

Zehn nach halb Neun ist es an diesem Sonntagmorgen. Jetzt blicken wir mal ein ganz schönes Stück über den eigenen Tellerrand hinaus, nach Südafrika in die 100.000 Einwohner Stadt Mandeni. Über 50 % Arbeitslosigkeit und eine AIDS-Dichte von 88 %. Hier ist der Regensburger Benediktinermönch Pater Gerhard Lagleder tätig. Pater Gerhard unterhält ein Care Centre, um die schlimmste Not der Bevölkerung dort zu lindern.

Vor 15 Jahren hat Pater Gerhard Lagleder mit dem Care Centre begonnen. 300 AIDS-Infizierte werden dort täglich kostenlos betreut. Hier bekommen Sie ihre antiretroviralen Medikamente die den Aids Virus an der Vermehrung hindern. Pater Gerhard Lagleder:

Ohne die Behandlung würden sie höchstens noch ein Jahr leben. Aber wenn Sie die Behandlung haben, dann können sie noch bis zu 20, 25 Jahre weiterleben, und können zurückgehen in ihre Familie, können ihre Kinder groß ziehen, können wieder zur Arbeit zurückkehren.

HAART-Therapie nennt sich die Behandlung der AIDS-Patienten. Damit die anschlägt, müssen die Menschen für den Rest ihres Lebens regelmäßig ihre Tabletten nehmen. Das versuchen die Mitarbeiter ihren Patienten in Vorbereitungskursen zu vermitteln.

Wir haben es hier mit Leuten zu tun, die davon ausgehen, dass Krankheit durch Verhexung, Verwünschung, Verzauberung, oder böse Geister hervorgerufen ist, und die müssen verstehen, wie der Virus im Blut seinen Schaden anrichtet, und auf welche Art und Weise die Medikamente dem Virus Einhalt gebieten können, und dass es von daher unheimlich wichtig ist, die Medizin auch zu nehmen.

Pater Gerhard ist Mitglied der Bruderschaft des Seligen Gerhard, einer Hilfsorganisation des südafrikanischen Malteserordens. Seine Arbeit wird momentan noch durch ein Programm der amerikanischen Staatsregierung unterstützt. Zuschüsse aus dem Land selbst sind rar. Spenden von außen dringend nötig, denn jetzt soll eine HAART-Klinik für die AIDS Patienten entstehen.

Mich kostet ein AIDS Patient unter Behandlung etwa 150 € pro Monat. 100 davon zahlen die Amerikaner, und 50 muss ich selber betteln für jeden einzelnen Patienten, der bei uns in der Behandlung ist.

Dem Care Centre angeschlossen ist auch ein Waisenhaus für 40 Kinder, das jetzt erweitert wird. Viele sind Aidswaisen. Manche sind behindert. Und …

Ja, wir haben leider eine schrecklich hohe Anzahl an Kindern, die missbraucht und misshandelt worden sind, teilweise von ihren eigenen Familienmitgliedern. Wir haben auch sehr viele ausgesetzte Kinder, die man irgendwo im Busch gefunden hat, wo keiner weiß, wer die Eltern sind.

Zum Komplex gehört außerdem ein Hospiz. Hier können die Menschen in Würde sterben, in einem sauberen Bett, ohne Schmerzen, und mit liebevoller Pflege.

Und als ich runter kam, war eine Pflegekraft ganz lieb und nett um den Patienten bemüht, hat lieb mit ihm gesprochen, hat ihm die Hand gehalten, hat ihm den Schweiß von der Stirn gewischt und ich habe dann für ihn gebetet mit ihr, und dann ist er unter diesem Gebet dann zum lieben Gott heimgegangen. Und dies ist das, was wir hier tun, den Menschen ein Sterben ermöglichen, wo sie aus liebenden Händen in die liebenden Hände Gottes übergehen können.

100.000,--  € fehlen Pater Gerhard noch für den Ausbau seines Care Centres im südafrikanischen Mandeni. Spenden können Sie auf das Konto 12021 bei der Sparkasse Neuburg.

Eva Bracke, Katholische Redaktion, für Charivari.

Und ich wiederhole noch einmal das Konto der Hilfsorganisation: Bei der Sparkasse Neuburg. Die Bankleitzahl ist die 72152070 und die Kontonummer 12021.

 


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Diese Seite wurde am 19.9.2011 erstellt. Letzte Aktualisierung am 17-04-2013 22:00:02