http://buff-zack-records.dyndns.org/emghsla/images/stories/news/110524/Radio_Trausnitz.gif

Hilfe für Mandeni, die AIDS-Hauptstadt der Welt

Interview von Claudia Bresky, Katholische Redaktion, mit Pater Gerhard.

Ausgestrahlt am 15. Mai 2011 in Radio Charivari, Radio Ramasuri, Radio Trausnitz und Radio AWN

 

Südafrika, das klingt nach Sonne, Meer, Urlaub, nach einer atemberaubenden Landschaft und wilden Tieren. Südafrika, das bedeutet aber auch Armut und vor allem AIDS. Ein Drittel der Bevölkerung Südafrikas ist HIV-positiv. In der Stadt Mandeni sind es sogar deutlich mehr. Mandeni ist die AIDS-Hauptstadt der Welt. Genau hier leitet Pater Gerhard Lagleder aus Regensburg ein ganz besonderes Zentrum. Dieses Zentrum nennt sich Blessed Gérard's Carezentrum und bietet Hilfen unterschiedlichster Art, so Pater Gerhard.

Auf der einen Seite die Aidsbehandlung, auf der anderen Seite die Hospizpflege für AIDS-Kranke, und dann natürlich auch das Kinderheim, das da mitspielt, wo auch AIDS Waisen sind, aber nicht nur Aidswaisen, sondern auch HIV-AIDS infizierte Kinder, aber auch andere Kinder, also ausgesetzte Kinder, misshandelte Kinder, missbrauchte Kinder. 

Weitere Projekte sind unter anderem ein Erste Hilfe und Notdienst, ein Kindergarten, eine Klinik für unterernährte Kinder, oder auch ein HIV-AIDS Aufklärungs-Programm. Los ging's vor 15 Jahren mit dem Hospiz. 

Es wurde eröffnet 1996. Im Jahr 2000 haben wir das erste Mal angebaut. 2002 haben wir dann die Grundfläche verdoppelt, und 2007/2008 haben wir diese verdoppelte Grundfläche nochmal verdreifacht, also wir haben jetzt über 3000 m² Grundfläche in unserem Zentrum, und das ist schon eine riesengroße Einrichtung geworden, weil eben der Ansturm sehr groß ist. 

Getragen wird das Blessed Gérard's Carezentrum von der größten katholischen Hilfsorganisation in Südafrika, den südafrikanischen Maltesern. Deren Leiter ist Pater Gerhard Lagleder. Ihn plagen derzeit große Sorgen, denn bisher gab's für die AIDS-Behandlung von der Regierung der USA Zuschüsse. Doch wegen der finanziellen Probleme der USA ist damit ab Ende Mai Schluss. 

Daraufhin habe ich gesagt: Ja da muss ich sofort nach Europa. Ich muss schauen, dass ich alternative Geldgeber finde, die uns dann helfen, dass wir die Aidsbehandlung weiterführen können: Das Problem bei der Aidsbehandlung ist nämlich: Wenn sie nur aufhören die Aidsbehandlung zu nehmen, dann sind sie innerhalb weniger Wochen bis Monate tot. 

Deswegen ist Pater Gerhard Lagleder seit mehreren Wochen dabei Land auf Land ab Vorträge zu halten, sein Blessed Gérard’s Carezentrum vorzustellen, und auf Spenden bzw. die Übernahme von Patenschaften zu hoffen, egal ob von Einzelpersonen oder auch Gruppen. 

Also, drei Euro reichen uns, um einem Patienten die Medizin zu geben, die Labortests, die Arztkosten und die sonstigen Nebenkosten, alles inklusive also drei Euro pro Person pro Tag. Und das rechnet sich um auf 1095 € pro Jahr. 

Diese Summe könnte sogar für eine Schulkasse kein Problem sein. Pater Gerhard Lagleder hat in einer Schule mal vorgerechnet: 

Wenn jeder von euch, es waren 30 in der Klasse, wenn jeder von euch zehn Cent pro Tag gibt, dann können wir einem Kind, das Aids hat, das Leben retten, dass das Kind weiterhin die Aidsbehandlung bekommt, in alle Zukunft. Und da haben sie dann schon geschaut: Ein Zehnerl pro Tag pro Schüler in einer Klasse ist eigentlich nicht wahnsinnig viel. 

Näheres zum Blessed Gérard’s Carezentrum einschließlich Spendenkontonummer finden sie im Internet unter bbg.org.za.

Claudia Bresky, Katholische Reaktion.


Diese Seite ist Teil der Medienschau der Brotherhood of Blessed Gérard



Zurück zur Homepage der Brotherhood of Blessed Gérard


Diese Seite wurde am 19.9.2011 erstellt. Letzte Aktualisierung am 17-04-2013 22:00:41