Gottes Segen zur Weihnacht

und im Neuen Jahr 2000!

Liebe Mitglieder und Freunde unserer Bruderschaft

Ein Baby mit Blut an Händen und Füßen. Mutter und Vater heben ihn hoch. Alle schauen auf ihn: Seine Eltern sind zufrieden und glücklich. Seine Augen sind weit geöffnet und sein Kopf ist aufmerksam horchend den Menschen vor ihm zugeneigt. Seine Hände sind erhoben, bereit zur Berührung, zum Anfassen, zum Engagement. Voll Erwartung und Not starren sie ihn an: der Mann mit der Flasche, der Gefangene hinter Gittern, die Hure und ihr Kunde, der sich hinter ihr und dem Hund versteckt, der Rollstuhlfahrer und seine Familie und nicht zuletzt der Verletzte voller Blut, mit stummem Schreien nach dem Baby greifend. Ohne das Baby dort wäre alles, was sie im Blick ihres Lebens haben, das Kreuz. Sie schauen ihn an und das Kreuz bleibt hinter dem Baby verdeckt. Aber seine Hände und Füße sind voller Blut. Er hat sich engagiert. Er ist zwischen die Leute und ihr Kreuz getreten und hat sich die Hände schmutzig gemacht mit dem Blut unseres Elends und er ist selbst am Kreuz gelandet. Er ist der Gekreuzigte und er lebt und er ist immer noch bereit mit dem Elenden, dem Abhängigen, dem Gefangenen, dem Sünder, dem Behinderten und dem Verletzten in Kontakt zu treten. Er weiß was sie mitmachen. Das Blut an seinen Händen und Füßen ist der Beweis. Weihnachten heute ist keine sentimentale Vergegenwärtigung einer idyllischen Phantasie, sondern das stete Kommen des Auferstandenen in die Dunkelheit unseres Elends. Christus wurde vor 2000 Jahren geboren, aber er möchte mit uns in Kontakt kommen, besondern dann, wenn wir süchtig, gefangen, schuldig, gelähmt und verwundet sind, und Weihnachten ist seine Ankunft, sein Kommen in die Niederungen unseres Lebens. Das war sein Gnadenangebot für die vergangenen 2000 Jahre, ist es für heute und wird es immer sein und alles, was wir tun müssen, ist, ihn anzunehmen, mit ihm in Berührung zu kommen und seinem Licht zu erlauben, unsere Dunkelheit zu vertreiben. Das ist seine Einladung zu Weihnachten, für das Neue Jahr, das neue Jahrzehnt, das neue Jahrhundert, das neue Jahrtausend und für alle Zukunft.

Darf ich Euch jetzt einladen, die Aufgabe Mariens und Josephs zu übernehmen, Christus den Menschen zu präsentieren, das Kommen des menschgewordenen Wortes Gottes eine wirkliche göttliche Erfahrung auf menschliche Weise werden zu lassen? Darum geht es uns in unserer Bruderschaft. Jedes gute Werk in jeglichem unserer Projekte ist Teil unserer Berufung, den Glauben zu verteidigen und den Notleidenden körperlich, geistig und seelisch zu helfen.

Frohe Weihnachten und möge Christus die Quelle des Lichtes, der Hoffnung und des Lebens in ihrem und unserem neuen Jahrtausend werden!

Mit herzlichen Grüßen

Pater Gerhard


Diese Seite ist Teil des Rundbriefs Nr. 18 der Brotherhood of Blessed Gérard


Diese Seite wurde am 16. Dezember 1999 erstellt und zuletzt am 08-10-2009 16:08:46 geändert.