Der

Souveräne Malteser-Ritterorden

bei der

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Weltkonferenz
der Vereinten Nationen
gegen Rassismus, Rassendiskriminierung, Fremdenangst und damit verbundene Intoleranz

Durban, Südafrika, 31. August - 7. September 2001


Die Delegation des Souveränen Malteser-Ritterodens bei der Weltkonferenz:
(von links nach rechts:) Professor Dr. Mark J. Wolff, K.M. und Pater Gerhard T. Lagleder, OSB


Intervention des Souveränen Malteser-Ritterordens
bei der Vollversammlung der Welt-Konferenz gegen Rassismus, Rassendiskriminierung, Fremdenangst und damit verbundene Intoleranz

3. September 2001

Von der offiziellen UN Website:
Video
Audio: Arabisch, Chinesisch, Englisch, Französich, Russisch, Spanisch

Einführung: Pater Gerhard T. Lagleder OSB, Magistralkaplan des Souveränen Malteser-Ritterordens, Präsident seiner Hilfsorganisation in Südafrika und Repäsentant des Ordens bei dieser Weltkonferenz.

Frau/Herr Vorsitzende/r der Weltkonferenz,
Exzellenzen, Staatsoberhäupter und Regierungschefs,
Distinguierte Delegationsleiter und Delegierte,
Liebe Schwestern und Brüder,

Erlauben Sie mir, unsere Ansprache auf Zulu zu beginnen als Reverenz zur Muttersprache der meisten Einwohner unserer gastgebenden Stadt: Durban.

Ngiyanibingelela nonke!Ich grüße Sie alle!
Ngokusebenzisa ulimi lesiZulu ngifuna ukukhombisa ukuthi sihlonipha abantu bakwaZulu.Durch den Gebrauch der Zulusprache möchte ich unseren Respekt für die Menschen des Zululandes zum Ausdruck bringen.
Bayasimukela njeng’ abangane, hayi njeng’ izihambi nje.Sie empfangen uns als Freunde, nicht nur wie Fremde.
Uma sifuna ukunqoba ubuhlukaniswa babantu, sifanele ukuphenduka, sifanele ukukhuluma ulimi lwabanye abantu, hayi ngomlomo nje, kodwa ezinhliziyweni zethu futhi.Wenn wir die Trennung der Menschen (d.h. Rassismus und Rassentrennung) überwinden wollen, müssen wir die Sprache der Menschen sprechen und zwar nicht nur mit dem Mund, sondern mit unseren Herzen.
Ngaphezu iminyaka 900 inhlangano yethu yasiza izihambi nabantu abanezinkinga eziningi ezisweni eziningi emhlabeni wonke.Mehr als 900 Jahre lang hat unser Orden (der Souveräne Malteser-Ritterorden) Fremden und Menschen mit vielfachen Problemen in vielen Ländern weltweit geholfen.
Lapha – khona manje - sikhuluma indaba yokusiza abantu abahluphekayo, ngoba abantu abaningi abahloniphi ubuntu wabanye abantu.Hier und jetzt sprechen wir darüber, wie Menschen geholfen werden kann, die leiden, weil es viele Menschen gibt welche die Würde anderer nicht respektieren.
Inhlangano yethu iyathembisa ukuthi sizoqhubeka umsebenzi wokunakekela labo bantu namandla ethu onke.Unser Orden verspricht unsere Arbeit fortzusetzen, diesen Menschen mit all unserer Kraft zu helfen.
EnangisimuAfrika sinezinhlelo ezishumi nambili yokusiza abantu nengculazi nezinye izifo, abantwana abangondlekile kahle, nabampofu.In Südafrika betreiben wir zwölf Programme, um Menschen mit AIDS und anderen Krankheiten zu helfen, vernachlässigten Kindern und den Armen. (http://bbg.org.za)
Umsebenzi wethu ufuna ukunikela amandla kubantu ukuthi abantu bangazisiza.Unsere Arbeit zielt darauf ab, die Menschen zu befähigen sich selber zu helfen.
Sicela abahulumeni nabantu emhlabeni wonke ukuthi nizohlangana nathi ukuthi sizovuselela ubuntu phakathi kwabantu.Wir bitten die Regierungen und die Menschen auf der ganzen Welt mit uns unserem Ziel zu folgen “ubuntu” (das althergebrachte Afrikanische Prinzip gegenseitigen Respekts) unter den Menschen wieder aufleben zu lassen.
Ngiyanibonga kakhulu!Herzlichen Dank!
UNkulunkulu makanibusise!Gott segne Sie!

Intervention: Professor Dr. Mark J. Wolff, B.A., J.D., LL.M., Magistralritter des Souveränen Malteser-Ritterordens und Repräsentant des Ordens bei dieser Weltkonferenz.

Frau / Herr Vorsitzende/r,

In diesem Jahr schließen wir das 20-jährige Jubiläum der “Deklaration über die Abschaffung aller Formen von Intoleranz und Diskriminierung aufgrund von Religion und Glaube“ von 1981 ab und gehen auf die internationale beratende Konferenz über schulische Erziegung im Bezug auf Freiheit von Religion und Glaube, Toleranz und Nicht-Diskriminierung zu, die vom 23. – 25. November 2001 in Madrid stattfinden soll. Da ist es entmutigend, den Anstieg an religöser Intoleranz in vielen Gebieten der Welt zu beobachten.
Seit 1987 haben spezielle Berichterstatter der Menschenrechtskommission das Problem religiöser Intoleranz untersucht. Seit 1987 wurden der Kommission und seit 1994 der Generalversammlung jedes Jahr Berichte vorgelegt. Obwohl einiger Fortschritt gemacht wurde enthüllen die Studien und Berichte eine störende Tendenz, die durch zusätzliche Faktoren kompliziert sind und die Inhalte und Praktiken religiöser Intoleranz zusammenfassen.
Das Recht auf Religionsfreiheit ist ein grundlegendes Menschenrecht. Es ist ein Recht, das jedem Menschen zusteht und ein wesentlicher Ausdruck des menschlichen Geistes, das die Würde und Individualität jeder Person als Geschöpf nach dem Bildnis Gottes schützt und vertieft.  Obwohl wir des Dritte Jahrtausend beginnen bleibt religiöse Intoleranz ein zunehmendes und durchdringendes Problem mit geschichtlichen Wurzeln in sozialen, kulturellen und religiösen Traditionen. Heute ist religiöse Intoleranz mit neuen und alarmierenden Phänomenen vermischt.
Extremismus wie immer er sich manifestiert verträgt sich nicht mit der Abschaffung von Rassismus, Rassendiskriminierung, Fremdenangst und damit verbundener Intoleranz; speziell wenn er mit extremistischen religiösen und politischen Orgnisationen verbunden ist. Die Geschichte und leider auch unsere jetzige Welt sind voller Holocausts und ethnischer Reinigungen, die im Namen der Religion geschehen sind und von Extremisten ausgeführt wurden, die Religion als Ausrede Missbraucht haben. Gemäß dem ausgezeichneten Bericht über Bürgerliche und Politische Rechte einschließlich religiöser Intoleranz, den der Spezielle Berichterstatter Mr. Adelfattah Amor der Menschenrechtskommission vorgelegt hat, sind Minderheiten und Frauen besonders anfällig für Organisation religiöser Extremisten. Diese Organisationen von Extremisten verwenden eine Vielfalt von Mitteln zur Einschüchterung einschließlich aggressivem Proselytismus, Schikanierung, Bedrohung, direkte oder indirekte rechtliche Einschränkungen von Religion und Glaube, körperliche Gewalt und Mord und dies ist vor kurzem in vielen Teilen der Welt vorgekommen. Aber Organisationen von Extremisten können nicht effektiv operieren ohne die aktive oder stillschweigende Unterstützung örtlicher oder staatlicher Regierungsstellen.
Wenn sowohl religiöse Intoleranz und Diskriminierung von bereits anfälligen Minderheiten sich überschneiden addieren sich bei den Übeltaten nicht nur die Faktoren sondern erzeugen eine neue und noch verheerendere Verletzung der Menschenrechte.
Unsere Delegation ist davon überzeugt dass zum Erreichen der Abschaffung religiöser Intoleranz vorbeugende Langzeitmaßnahmen ergriffen werden müssen, speziell durch Erziehung. Die Jugend der Welt muss auf frühester Stufe erzogen werden, die reiche Vielfalt genuiner religiöser Überzeugungen der Menschheit zu respektieren. Die Schönheit eines Quilts besteht in der einmaligen und authentischen Natur jedes Elements – Eine Wertschätzung der verschiedenen Religionen der Welt unterstreicht die Fülle und vervollständigt die Möglichkeiten des Menschen – Religiöse Intoleranz und Diskriminierung reduziert, begrenzt, unterjocht und wertet die bürgerliche Gesellschaft und menschliche Würde ab.
Kürzlich sagte Wilfred Kardinal Napier von Durban: “Wir müssen die Sünden des Rassismus der Welt und religiöser Intoleranz auf uns nehmen.”

Wir rufen alle Leiter von Institutionen, Regierungen, Religionen und weltlicher Gesellschaft auf, respektvoll miteinander ins Gespräch zu treten und den Blick daraufhin auszurichten, die Ziele dieser Weltkonferenz zu erreichen, nämlich Rassismus, Rassendiskriminierung, Fremdenangst und damit verbundene Intoleranz abzuschaffen.

Wir müssen tatkräftig in Aktion treten, um sicher zu gehen, dass jeder Mensch seine göttliche Bestimmung in Würde, Freiheit und Frieden erreicht.


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Diese Seite wurde am 26. Dezember 2001 kreiert und zuletzt am 23-08-2011 00:30:55 aktualisiert.


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