Ein offener Brief an Pfarrer Georg Weinzierl von Rudelzhausen

Ein Segen sollst Du sein. Ich will segnen, die Dich segnen. ... Durch Dich sollen alle ... Segen erlangen. (Gen 12,2f)

Gottes reichsten Segen zum 40-jährigen Priesterjubiläum!

Lieber Georg,

Es war ein Segen, als ich im März 1973 ins Bischöfliche Studienseminar in Straubing kam, dass Du mein Präfekt warst. Mein bleibender Eindruck aus dieser Zeit ist, dass Du uns Schüler gemocht hast, dass Du ein sehr froher Mensch warst, ein bewunderswerter Pädagoge, und dass Du einen ganz tiefen Glauben gelebt hast, der ansteckend sympathisch und gewinnend war. Du hast mehr durch Dein Beispiel als durch Belehrung gezeigt, dass Glaube froh macht, befreit und tröstet.


Als Du dann als Direktor ins Bischöfliche Studienseminar nach Weiden kamst, bin ich Dir gern nachgefolgt, nicht nur Deiner motivierenden Pädagogik halber, sondern weil ich irgendwie von Dir fasziniert war.

Ich möchte Dir heute an Deinem 40-jährigen Priesterjubiläum aus tiefstem Herzen danken, dass es Dein Beispiel als Priester war, das mir meine eigene priesterliche Berufung erkennen ließ und wiederum warst Du es, der mir half, sie anzunehmen und zu verwirklichen.


Deine Primizpredigt war für mich der krönende Abschluss Deiner Begleitung zum Priestertum.

Aber Du hast mich bis heute weiterhin geleitet und begleitet in Deiner Freundschaft und Deinem Gebet und in Deinem Mittragen meiner priesterlichen, monastischen und missionarischen Berufung. Du bist mit Abstand der größte Wohltäter meiner Missionsarbeit und ich weiß, dass das nicht nur die großzügigen irdischen Gaben sind, mit denen Du mich so reichlich unterstützst, sondern Dein Gebet und Opfer.

Lieber Georg, ich kenne Dich nun schon seit 30 Jahren und ich möchte Dir heute sagen, dass ich keinen einzigen Priester auf der Welt getroffen habe, der sein Priestertum würdiger, konsequenter, mit mehr Hingabe, Bescheidenheit oder mehr Opferbereitschaft lebt als Du. Ich bewundere Dich unsagbar und Du warst, bist und wirst immer mein großes Vorbild bleiben.

 Du bist mir zur Quelle des Segens geworden und ich bitte den Herrn auf den Knien, dass er Dich mit seinem reichsten Segen belohnen möge. Ich bin überaus stolz, dass Du der Vater meiner Berufung bist und ich sozusagen einer Deiner geistlichen Söhne sein darf.

 Möge der Segen des Allmächtigen, den Du so mächtig an die Dir Anvertrauten weiterspendest, Dich und Dein Leben mit allem Frieden und aller Freude erfüllen und Dir jeden Tag neu spüren lassen, dass der Herrgott Dir ganz nahe ist.

Herzlichst Dein Pater Gerhard


Diese Seite ist Teil des Rundbriefs Nr. 22 der Brotherhood of Blessed Gérard


Diese Seite wurde zuletzt am 23-08-2011 00:31:43 aktualisiert.


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