Diakon Mark und Celia Carter

Als wir kürzlich Verwandte in kwaZulu Natal, Südafrika, besuchten konnten wir die freundliche Einladung von Clare Kalkwarf annehmen, das Hospiz des Seligen Gerhard in Mandeni zu besuchen, das sie zusammen mit Pater Gerhard Lagleder OSB betreibt. Viele von Ihnen werden sich an die beiden erinnern als Helfer der Britischen Assoziation bei den letzten Lourdeswallfahrten. Wir kamen zum Sonntagsgottesdienst und wurden herzlich willkommen geheißen. Man bot uns beiden einen Platz im Altarraum an und Mark wurde eingeladen, das Evangelium zu lesen. In der ansprechenden Kirche hängt ein großes goldfarbenes Malteserkreuz von der Decke und ein wunderbares von einem Zulu geschnitztes Kruzifix ebenso auf dem achtspitzigen Kreuz. Es gibt auch viele Fahnen, Bilder und Glasfenster mit Darstellungen des Seligen Gerhard und anderer Ordensmitglieder aus der Anfangszeit. Die Gemeinde bestand großteils aus Patienten und Helfern und einige wurden in ihren Betten hereingebracht. Die Kirche ist so gebaut, um das zu ermöglichen. Viele der Kinder saßen auf kleinen Plastikstühlen in naher Umgebung des Altars. Die Helfer sahen zweckmäßig, praktisch und hilfsbereit und auch hübsch aus mit ihren Uniformen mit dem Malteserkreuz. Während der Hl. Messe waren wir besonders von den Fürbitten, die für die Britische Assoziation gemacht wurden, gerührt. Anschließend brachte man uns in ein Speisezimmer , reichte uns ein gutes Mahl und man zeigte uns einen Videofilm, der die Arbeit der Bruderschaft erklärt. Diese deckt eine ganze Anzahl von Aufgabenbereichen über das Betreiben des Hospizes und Kinderheimes hinaus ab und schließt ein Entwicklungshilfezentrum (Nähschule), einen Kindergarten, eine Klinik für unterernährte Kinder, AIDS Aufklärung, einen Krankenfonds, Katastrophenschutz, Erste Hilfe und Notdienst, einen Seniorenclub und einen Stipendien-Fonds mit ein.

Man führte uns durch das Hospizgebäude mit drei Stockwerken, von denen momentan nur zwei genutzt sind. Es wurde so gebaut, um die Möglichkeit für eine spätere Erweiterung zu schaffen, weil außerhalb kein weiteres Land für einen Anbau zur Verfügung steht. Alle Einrichtung ist von guter Qualität von der Küche über die medizinischen Einrichtungen bis zum Aufzug und alles wird von fröhlichen Helfern blitzsauber und makellos in Schuss gehalten. Im Erdgeschoß werden erwachsene männliche und weibliche AIDS Patienten gepflegt, einige davon im Endstadium. Im Obergeschoß sind die Kinder und die Gesünderen spielen gerade mit den Helferinnen. Viele davon waren vernachlässigt, misshandelt und ausgesetzt oder gar unterernährt gewesen, bevor sie ins Heim kamen. Einige sind Waisen. Bei entsprechender Unterstützung könnte die Zahl derer, um die man sich annimmt verdoppelt werden, da im Umfeld große Not herrscht mit über 50% Arbeitslosigkeit und 80% HIV positiver Bevölkerung .

Alle freiwilligen Helfer in diesem Zentrum der Pflege und Nächstenliebe üben Großtaten des Erbarmens im Namen des Ordens und unseres Gründers, des Seligen Gerhard, aus. Der Mut und die Einsatzbereitschaft von Pater Gerhard und der Mitbegründer der Brotherhood of Blessed Gérard im Aufbau dieses Werkes im kurzen Zeitraum von 10 Jahren sind beeindruckend. Es war ein froher und denkwürdiger Besuch für uns und wir sind Pater Gerhard und Clare für ihre Gastfreundschaft sehr dankbar und wir machten uns nach Umhlanga auf den Weg mit einer Menge Stoff zum Nachdenken im Gepäck. Es war anregend, die Arbeit des Ordens und die Verwirklichung der Grundsätze unseres Gründers, des Seligen Gerhard, in diesem ziemlich abgelegenen Teil Afrikas zu erleben. Seine Worte rühren uns schon Jahrhunderte lang an: “Unsere Bruderschaft wird unvergänglich sein, weil der Boden, in dem diese Pflanze wurzelt, das Elend der Welt ist und weil, so Gott will, es immer Menschen geben wird, die daran arbeiten wollen, dieses Leid zu geringer und dieses Elend erträglicher zu machen.”


Diese Seite ist Teil des Rundbriefs Nr. 24 der Brotherhood of Blessed Gérard


Diese Seite wurde zuletzt am 08-10-2009 16:28:50 aktualisiert.


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