Abschied von Clare Kalkwarf

Die Beerdigung von Clare Ann Kalkwarf am Dienstag, dem 18. April 2006, in der Blessed Gérard's Kirche, Mandeni

Clare Kalkwarf hatte in ihrem Testament geschrieben:

"Ich bitte, dass meine Beerdigung ein frohes Ereignis ist mit leichter und fröhlicher Musik und dass niemand schwarz trägt, außer als Teil einer Uniform - denn dies ist die Feier eines Neubeginns und nicht ein Ende."


Clare Kalkwarf war ab 9°° Uhr aufgebahrt.

Das Requiem wurde um 14°° Uhr gefeiert.

Clare Kalkwarf hatte weiterhin verfügt: "Der Hauptzelebrant sollte Pater Gerhard Lagleder OSB sein".

Wir danken seiner Eminenz, Kardinal Napier und dem Administrator der Diözese Eshowe, Pfarrer Ndaba für ihre freundliche und unkomplizierte Art, Clares letzten Willen zu erfüllen.

Pater Gerhards Predigt

Es war einmal, meine lieben Freunde, ein alter Mann im hügeligen Zululand. Er war einer jener alten Leute, die sehr weise waren und deshalb kamen viele Leute zu ihm und fragten ihn um Rat - ein bisschen wie Clare, zu der so viele Menschen kamen, die um Rat fragten -. Der alte Mann hieß Solomon. Dieser alte weise Mann im hügeligen Zululand hielt Mittagsschlaf in seiner Hütte. Er wurde von einem Geräusch aus dem Schlaf gerissen, so ein Geräusch, wie wir es jetzt von den Kindern unseres Kinderheimes dort droben auf der Empore hören. Es war sogar noch lauter und klang "Wäh, wäh, wäh!" Draußen vor der Hütte fand er ein kleines Bündel und das schrie und als er dieses kleine Bündel vom Boden aufhob, sah er, es war ein kleines Kind. Er dachte: "Vielleicht ist eine Mutter zu mir gekommen und wollte um Rat fragen. Mal sehen, wo die Mutter steckt." Er ging hinter die Hütte und suchte und konnte sie nicht finden. Er wartete den ganzen Tag und sie kam nicht zurück. So behielt er das kleine Bündel Menschheit, den kleinen Jungen bei sich und weil er wie durch ein Wunder zu diesem Jungen kam, nannte er ihn "Mangaliso" (Wunder). Was sollte er mit ihm tun? Als weiser Mann fand er bald heraus, was zu tun war und wie er ihn zu füttern hatte. So blieb der kleine Mangaliso bei ihm, genauso wie die vielen Kinder unseres Kinderheimes. Mangaliso war einer davon - und wie sich Clare um viele solcher Kinder annahm, kümmerte sich auch Solomon um Mangaliso. Als er heranwuchs entwickelte er sich wie jedes Kind und hatte an allem Interesse, was sich um ihn herum ereignete. Deshalb stellte er auch diese tausend Fragen, wie sie nur Dreijährige stellen können. Von einer dieser Fragen möchte ich Ihnen gern genauer erzählen:

"Mangaliso sah den Schwalben zu, wie sie am Himmel auf und ab, hin und her flogen. Er wunderte sich, dass die Schwalben alle so sicher in der Luft leben konnten. Und er sagte zu Solomon: "Ich habe noch nie gesehen, dass eine Schwalbe vom Himmel tot auf die Erde gefallen ist." Solomon gab zur Antwort: "Die Vögel sind fester in Gottes Hand als die Tiere der Erde." Und er erzählte folgendes: "Wenn es bei uns kälter wird, fliegen die Schwalben nach Norden über das Meer, wo dann Sommer ist. Einmal flogen sie dicht gedrängt in großen Schwärmen über das weite Meer. Als sie aber mitten über dem Meer waren, löste sich eine Schwalbe aus ihren Reihen und blieb zurück. Sie war zu schwach für den langen Flug. Die arme Schwalbe sah ihre Schwestern mehr und mehr in der Ferne verschwinden, und schließlich war sie ganz allein. Über ihr der klare Himmel, unter ihr nur Wasser. Sie flatterte ziellos über der Unendlichkeit des Wassers und wurde dabei schwächer und schwächer. Mit der letzten Kraft ihrer Flügel versuchte sie sich in der Höhe zu halten, doch plötzlich fiel sie senkrecht herab, und das Wasser des Meeres nahm sie auf. Das ist die Geschichte von der Schwalbe, die ins Meer stürzte." Und er fügte hinzu: "Die Schwalbe ist nicht aus Gottes Hand gefallen. Denn Gottes Hand hält auch das Wasser." "Gottes Hand hält auch das Wasser", wiederholte Mangaliso nachdenklich."

(zitiert aus "Die Geschichte des Mangaliso" von Albert Herold)

Wir können niemals aus der liebenden Hand Gottes fallen und das war ein Dreh- und Angelpunkt von Clares Glauben. Sie vertraute darauf, dass wir in Gottes Hand geborgen sind.

Und was geschah am 6. April?

Wo war die Hand Gottes?

Diese Frage, so denke ich, haben sich viele von uns gestellt, aber es gibt nur eine Antwort darauf. Und diese eine Antwort ist, dass Gottes Hand unter ihr ausgebreitet war, wie das Meer, das Gottes Hand versinnbildlicht, die Hand Gottes, die sie auffing, als sie fiel. Gott ist für uns da in den schlimmsten Zeiten, die Sie und ich uns gar nicht einmal vorstellen können. In der schlimmsten Zeit, die Geoff durchmachen musste als er zuhörte, wie Clare ermordet wurde. Wir können nie aus der liebenden Hand Gottes fallen.

Meine lieben Freunde, das ist der Glauben, der für Clare charakteristisch war. Sie schrieb in ihrem Testament: "Ich bitte darum, dass meine Beerdigung ein frohes Ereignis wird mit leichter und fröhlicher Musik, denn es ist eine Feier eines Neubeginns und kein Schlusspunkt." Was für ein Osterglauben! Das ist Osterglauben pur! Sie war davon überzeugt, selbst wenn ich mal sterbe, bitte weint nicht, weil ich froh sein werde. Ich werde in diesen Händen Gottes sein und wie wir alle daran glauben, dass im Augenblick unseres Todes Gottes Hand auf uns wartet, um uns aufzunehmen in der einen großen göttlichen Umarmung der christlichen Auferstehung.

Unser Glauben ist tot, wenn er nicht in die Tat umgesetzt wird. Clares Osterglauben war so fest und sie hat ihn ganz in die Tat umgesetzt:

Ich könnte mit einer endlosen Litanei fortfahren, einer endlosen Litanei von guten Taten Clares, aber die lassen sich alle zusammenfassen darin, dass sie den Willen Christi in die Tat umsetzte und das war ihre besondere und persönliche Berufung, den Nächsten zu lieben, wie Christus uns geliebt hat.

Ich denke, ich kann Clares Leben in den Worten der Bibel zusammenfassen: "Ein Mensch kann keine größere Liebe haben, als sein Leben hinzugeben für seine Freunde."

Clare hat ihr Leben für ihre Freunde hingegeben, für ihre Familie, für jene, die ihr anvertraut waren und sie war ein absolut nimmermüdes Beispiel von jemand, der niemals aufgibt, jemand, der nie "Nein" sagt, wenn ein Hilfsbedürftiger ein "Ja" brauchte.

Wir sind hier, um Clares Leben zu feiern.
Wir sind hier, um Clares Auferstehung zu feiern.
Wir sind hier, um den Glauben von Clare zu feiern und um ein riesiges, riesiges, riesengroßes Dankeschön zu ihr zu sagen, um ihr aus ganzem Herzen zu danken, für das, was sie für alle von uns getan hat, und ich denke, dass nur sehr wenige unter uns sind, die nicht auf die ein oder andere Weise Nutznießer von Clares liebender Sorge waren.

Clare hat ihr ganzes Leben dafür geopfert, um in die Tat umzusetzen, was sie jeden Tag im Gebet der Brotherhood of Blessed Gérard betete:

"Herr Jesus Christus -
Du hast mich gnädig berufen, Dir als Mitglied der Brotherhood of Blessed Gérard zu dienen.
Ich danke Dir, dass Du mich gewürdigt hast, diese Aufgabe zu erfüllen.
Demütig bitte ich Dich auf die Fürsprache Unserer Lieben Frau, des Heiligen Johannes des Täufers, des Seligen Gerhard Tonque und aller Heiligen, dass der Geist unserer Bruderschaft mein Leben und Handeln durchdringe, auf dass ich mich stets Deinem Dienst widme in meiner Familie, unter meinen Freunden und für alle, die meine Hilfe benötigen.
Im Vertrauen auf Deine Hilfe will ich stets den Glauben verteidigen und ein offenes Herz für meinen Nächsten haben, besonders für die Armen, die Traurigen, die Einsamen, die Behinderten und die Kranken.
Gib mir die nötige Kraft nach diesem Vorsatz als aufrechter Christ selbstlos im Geist Deines Evangeliums zu leben - zur Ehre Gottes - für den Frieden der Welt und das Wohl unserer Gemeinschaft.
Amen."

Der Administrator der Diözese Eshowe, Pfarrer Jabulani Ndaba, anerkannte Clares unermüdliche Arbeit für die Kirche in der Diözese durch die Brotherhood of Blessed Gérard:

"Im Namen der Diözese Eshowe möchte ich diese Gelegenheit nutzen, seiner Eminenz, Wilfrid Kardinal Napier, dafür zu danken, dass er uns durch seine Anwesenheit beehrt, zumal er die höchste Autorität der Kirche in Südafrika ist. Ihr Hier sein bei uns ist so eine große Ehre! Normalerweise steht die höchste kirchliche Autorität jeglicher Feier vor. Er ist ein demütiger Mensch. Er respektierte Clares Wunsch, dass Pater Gerhard Hauptzelebrant bei ihrer Beerdigung sei. Er ist so voller Demut! Herzlichen Dank, Euer Eminenz! Wir schätzen Ihr Hier sein wirklich. Meine priesterlichen Mitbrüder, die gekommen sind, haben den Ruf vernommen, dass ein Mitglied der Brotherhood of Blessed Gérard gefallen ist. Sie sind gekommen, um mit uns an dieser Abschiedsfeier für Clare teilzunehmen. Sie hat so viel für die Diözese getan, einfach durch ihr Dasein, zumal dieses Hospiz eines der größten Projekte ist, das wir in unserer Diözese haben. Sie war ein Teil dieses Projektes mit Hingabe und Einsatz. So sollten wir Dankeschön sagen im Auftrag der Diözese jetzt, da wir von ihr Abschied nehmen. Leben endet nicht im Grab. Jetzt ist sie an einem besseren Ort, wo es keinen Schmerz gibt, den sie in jenem Moment erlitten haben mag, wo es kein Leiden gibt, wo es Freude und Fröhlichkeit gibt. Wir sollten auch für dieses Hospiz beten, für die Menschen, die hier arbeiten, die Kinder und alle Menschen, die hier leben und versorgt werden.
Der Familie, Geoff und den Kindern, im Namen der Diözese möchte ich ihnen, der Familie, danken, dass sie es zugelassen haben, dass Clare ihr Leben eingesetzt hat im Dienst der Kirche, ihr Leben eingesetzt hat für das Hospiz, sich angenommen hat um entstellte Menschen wie sonst keiner in der Gemeinde. Ja, wir schätzen dies wirklich im Namen der Diözese. Möge Gott sie segnen und möge Clare ein guter Engel sein für die Familie und für Geoff. Jetzt betet sie viel besser für Euch. Sie ist ihrem Schöpfer näher.
Pater Gerhard, ich weiß, Ihr Herz ist schwer. Sie haben eine Begleiterin verloren, eine Mitbegründerin dieses Hospizes, einen Freund. Ich war mir nicht sicher, ob Sie die Feier ohne Tränen durchhalten würden, aber nachdem ich all diese positiven Dinge gehört habe, die Sie mehr mit Freude als mit Traurigkeit erfüllt haben, die Zeit, die Sie mit Clare verbracht haben, mit Clare an diesem Ort in der Sorge um diese Leute. Eigentlich bin ich mir sicher, dass sie jetzt lächelt wo sie ist, da sie wünschte, dass Sie der Hauptzelebrant seien und auch mit all den Mitgliedern hier, sie lächelt sicherlich. Sie hatte gesagt "keiner sollte traurig sein, aber voller Freude und Gesang." Ich denke, Sie haben ihren Wunsch erfüllt. Möge Gott sie alle segnen!

Verabschiedung

Wilfrid Kardinal Napier, der Vorsitzende der Südafrikanischen Katholischen Bischofskonferenz und Erzbischof von Durban feierte die Verabschiedung und betonte in bewegenden Worten Clares beispielhafte Rolle in der Katholischen Kirche Südafrikas und die Notwendigkeit, weiteren Gewalttaten durch eine völlige Verpflichtung der unantastbaren Heiligkeit des menschlichen Lebens gegenüber vorzubeugen, der Clare ihr Leben gewidmet hatte, im besonderen im Blessed Gérard's Hospiz:

"Ich weiß, ich wurde nicht angesprochen, um einen Nachruf zu halten, aber ich dachte, dass es vielleicht nötig ist zu erklären, dass ich sicherlich gekommen bin, um mit der Familie zu sein und mit der Gemeinschaft hier im Blessed Gérards Zentrum, aber ich bin auch hier - wie Pfarrer Ndaba gesagt hat - als eine der höchsten Autoritäten der Katholischen Kirche im Südlichen Afrika. Gut, die Situation in unserem Land und in den Ländern um uns herum stellt sich so dar, dass wir eine Stellungnahme abgeben müssen. Wenn jemand, der den größten Teil von 24 Stunden damit verbringt, sich um jene anzunehmen, die darum kämpfen ihren Körper und ihre Seele zusammenzuhalten, kämpfen gegen die Folgen von HIV und AIDS, und dieser Person das Leben genommen wird, und dann nicht einmal eine Woche später auf der Titelseite der heutigen Morgenzeitung 'Zwei Menschen neben der Autobahn in Kapstadt tot aufgefunden' und auf der Fahrt hierher hörte ich in den Nachrichten 'weitere vier Leichen in Philippi im Kap aufgefunden.' Es herrscht eine Pandemie des Tötens, eine ausgesprochene Missachtung für den Wert des Lebens und wir feiern Ostern hier, das große Fest des Lebens. Das Fest, das jedem, nicht nur den Gläubigen, sondern auch allen geben sollte, was sie sehen worüber wir uns freuen. Ein wirklicher Glauben und eine wirkliche Zuversicht, dass Leben das wertvollste Geschenk ist, das jemand nur geben kann. In der Tat, es ist nicht nur ein Geschenk. Es ist die Gegenwart Gottes, die er in alle und jeden von uns hinein gelegt hat. So hoffe ich, dass ich zusammen mit Ihnen einstehen kann für das Leben gegen diese lebensfeindliche Mentalität, die dabei ist, unser ganzes Land zu ergreifen, und nur wenn wir, die glauben, dass wir diesen Anteil am Leben Gottes in uns haben - und das geht weiter als einfach biologisches Leben zu sein - es ist ein spirituelles Leben - und wenn wir es ernst nehmen, dann sind wir überzeugt und wir können es an andere weitergeben - wenn sie glauben, dann können wir etwas verändern. Gestern morgen hörte ich ein wunderbares kleines Sprichwort im Radio. Es besagt: Wenn Sie denken, dass sie zu klein sind, etwas zu verändern, dann versuchen Sie in einem Raum zusammen mit einer hungrigen Stechmücke zu schlafen. Ich denke das ist eine wunderbare Weise zu uns zu sagen: Verachten Sie niemals die Wirkung, die Sie erzielen können, wenn Sie überzeugt sind, wenn Sie danach hungern, den Menschen von diesem wertvollen Geschenk zu erzählen, das Gott uns gegeben hat, dann denke ich nicht, dass Sie je glauben können, dass Sie nichts verändern können.

Wir sind hier, weil diese Person Clare das Leben so vieler Menschen verändert hat. Ich brauche Ihnen nicht zu erzählen wie viel sie bewerkstelligt hat. Es gibt so viele andere, die Ihnen das aus eigener Erfahrung erzählen können. Und falls Sie von diesem Tag nur diese kleine Idee mitnehmen, dass wir Zeugen für den Wert des Lebens sein werden, dann denke ich, dass wir etwas verändern können. Und diese Veränderung muss viel weiter gehen als nur zu protestieren und harte Worte zu sprechen und unsere Position zu überprüfen jedes Mal wenn wir uns über schlechte Dinge unterhalten, die es in unserem Land gibt. Ich denke, dass wir ernsthafter sein müssen als das.

Wir haben ein Gesetz in unserem Recht, das besagt, dass das Leben eines Babies in einem Mutterleib rechtmäßig genommen werden kann - legal - still - in Ordnung. Solange das in unserem Gesetzbuch steht, sehe ich nicht ein, wie wir als Volk eigentlich sagen können, dass wir es ablehnen, wenn Leben genommen wird, so wie Clares Leben genommen wurde. Ich verstehe nicht, wie wir das sagen können. Wir sehen, wie unsere Parlamentarier weitermachen als sei nichts geschehen, als ob sie nicht verantwortlich seien dafür, dass sie unserer nationalen Seele die Wunde zufügen, dass wir als Land die Tötung unschuldiger Babies erlauben. Wie können wir dann später argumentieren und sagen 'aber es ist falsch jemanden zu töten' nur weil sie noch nicht geboren sind? Ich denke wir müssen etwas verändern. Wir müssen den Denkansatz in unserem eigenen Denken ändern, so dass wir ihn auch bei anderen ändern können und schließlich wie diese Stechmücke werden wir sie dazu bringen, sich aufzusetzen und nachzudenken, sich aufzusetzen und zu handeln und ich glaube, wenn wir das tun, werden wir sicherlich beginnen Frucht zu bringen wie die Jünger, die nach seiner Auferstehung und nachdem er ihnen erschienen war um Jesus standen: Geht jetzt hin und verkündet der ganzen Welt, dass ich auferstanden bin und dass ein neues Leben auf dieser Welt erschienen ist und Ihr habt Anteil an diesem Leben und Ihr seid Zeugen für dieses Leben. Wir dürfen nicht zulassen, dass Clares Tod, Clares Opfer umsonst ist. Das Blessed Gérard's Zentrum ist ein Symbol. Das Hospiz ist ein Symbol von Menschen, die sagen 'ganz egal wie bedroht, wie schwach, wie unterjocht das Leben ist durch die Krankheit AIDS und opportunistische Infektionen, die mit HIV einhergehen, ich nehme mich darum an, dass das schwächste Leben wert ist, darum zu kämpfen. Es ist, als ob ich und Sie aufstehen und wir sagen 'Dies ist nur dieser Teil ihres Lebens und dann kommt ein neues Leben, ein Leben das immerwährend ist.' Dies war kein Nachruf im engeren Sinn, aber wir fühlten uns berufen, eine Stellungnahme abzugeben."

Nachrufe

Clares Sohn Leon, verlas im Namen der Familie diesen großartigen und bewegenden Nachruf:

"Meine Damen und Herren, ich werde ein paar Worte sprechen und anschließend lade ich jedermann ein aufzustehen und uns eine kurze Mitteilung zu machen. Mami hat uns gebeten, dies zu einem frohen Ereignis zu machen. So, Mami, falls ich die eine oder andere Träne vergieße ist das ganz normal, zumal ich Dir ohnehin nicht immer gehorcht habe. Mami bat die Leute in ihrem Testament, kein schwarz zu tragen, außer als Teil einer Uniform. Ich möchte Ihnen in ihrem Namen dafür danken, dass Sie ihren Wunsch erfüllt haben. Beim Durchlesen aller E-Mails, die ich in der vergangenen Woche erhalten habe, ist mir ein sich wiederholendes Motiv aufgefallen: Fast alle, die mir geschrieben haben, erwähnten, dass sie sich an Mami erinnern mit einem Lächeln im Gesicht. Das waren Menschen jeglicher Herkunft, jeden Alters und von überall auf der Welt. Sie waren von Leuten, die Mami an ihrem Sterbetag gesehen hatten und von Leuten, die sie jahrelang nicht gesehen hatten. Wir, und das sind viele Leute, sehen den heutigen Tag durchaus als Feier eines guten Lebens an. Dies geht aus dieser wunderbaren Versammlung von Leuten hervor, die ich vor mir sehe und aus all den Mitteilungen von Leuten aus der ganzen Welt, die heute nicht hier sein können. Mami wollte immer das Beste für die Menschen. Sie bewies sich als liebende Ehefrau, eine wunderbare Mutter, ein wirklicher Freund, eine große Führungspersönlichkeit und eine wahrlich vertrauenswürdige Person. Mamis bemerkenswerter Lebensweg begann in der Gegend von Johannesburg, wo sie aufwuchs. Als reifer Teenager lernte sie meinen Vater kennen und schließlich zogen die beiden nach Rhodesien, wo Sean und ich geboren sind. Als Familie kehrten wir nach Südafrika zurück, wo Heather zur Welt kam. Die nächste Phase ihres Lebensweges brachte Mami und Papi nach Mandini und sie bauten ihr eigenes Geschäft auf. Hier war es wo ich glaube, dass Mami ihre wahre Berufung fand. Sie hat so viel erreicht in den letzten 13 Jahren mit der Bruderschaft. Mami zeigte immer gleich, wie stolz sie auf ihre Familie und auf viele Menschen war. Mami, ich denke wir dürfen sicherlich sagen, dass wir heute mächtig stolz sind auf Dich und auf all das, was Du Dein ganzes Leben lang erreicht hast. Ich möchte ein Gedicht vorlesen, das diese Feier und Mamis Leben schön zusammenfasst:

Heute erinnern wir uns an ein Leben und an alles was sie zu dem machte wer sie war - alles was ihr Freude bereitete, was sie zum Lachen brachte oder zu Tränen bewegte. Wir erinnern uns an ihre Lebensgeschichte und an die vielen Menschen, mit denen sie auf ihrem Lebensweg in Berührung kam. Heute ehren wir ein Leben - ihre Vision, ihre innere Stärke und die Dinge, an die sie glaubte - anerkennen ihre Güte, ihre Einzigartigkeit, ihre eigenen besonderen Talente, die sie so großzügig für den Rest der Welt einsetzte. Heute feiern wir ein Leben und ihre Verbundenheit mit ihrer Familie und ihren Freunden und all jenen, die sie liebten - wir fühlen uns bereichert, dass wir sie gekannt haben und wir sind so dankbar für die Zeit mit ihr, für die Art wie sie uns beeinflusste, inspirierte und für uns bekräftigte wie ein wunderbares Leben gelebt werden sollte.

Mami, Clare, Frau Kalkwarf, Frau K, Tante Klara, Du wirst immer sehr geliebt bleiben und sehr vermisst werden. Mögest Du ruhen in dem Frieden, den Du so reichlich verdient hast im Wissen, dass Du das Leben so vieler Menschen angerührt hast und dass Du uns mit so vielen besonderen und liebenden Erinnerungen zurücklässt."


Herr Victor Claudius zollte Clare Tribut in seiner einzigartigen Weise.


Dr. Douglas Ross, der mit Clare im Vorstand des Südafrikanischen Katholischen Krankenpflegeverbandes CATHCA saß, sprach Worte der Anerkennung für Clares Beteiligung an der Katholischen Gesundheitspflege auf nationaler Ebene.


Einer der freiwilligen Helfer im Blessed Gérard's Pflegezentrum fügte einen gefühlsgeladenen gesanglichen Tribut an.


Schließlich verabschiedeten sich Hunderte von Leuten, die gekommen waren, um an der Beerdigung teilzunehmen, zogen an Clares Sarg in Blessed Gérard's Kirche vorbei und konnten ihn mit Weihwasser besprengen.

Clare schrieb auch in ihrem Testament: "Weiterhin bitte ich, dass meine sterblichen Überreste beerdigt und nicht kremiert werden. Falls dies irgendwie möglich ist, möchte ich auf dem Grundstück des Blessed Gérard's Pflege- und Hospiz-Zentrums, Andersonstraße 61, Mandeni, beerdigt werden." Mit außergewöhnlicher Sondergenehmigung durch den Administrator der Diözese Eshowe und die Gemeindeverwaltung von èNdondakusuka (Mandeni) konnte Clares Wunsch in Erfüllung gehen und wir möchten hiermit unsere besondere Dankbarkeit dafür zum Ausdruck bringen.


Auf Bitten von Clare Kalkwarfs Mann und Kindern fand die Beerdigung am Grab später am selben Nachmittag um 1620 innerhalb des engsten Familienkreises statt.


P. Gerhard, Angelika Müller und Susanne Stauffer beim letzten Abschied nach der Schließung des Grabes.


Diese Seite ist Teil des Rundbriefs Nr. 26 der Brotherhood of Blessed Gérard


Diese Seite wurde zuletzt am 08-10-2009 16:42:53 aktualisiert.


Zurück zur Homepage der Brotherhood of Blessed Gérard