Fest des Lebens am Welt AIDS Tag 2009

Am 1. Dezember 2009 lud das Blessed Gérard’s Hospiz HAART Programm zu einem Fest des Lebens zur Feier des Welt AIDS Tages ein. Dieses Jahr waren auch die anderen Mitglieder unseres Management Teams eingeladen, die direkt oder indirekt mit dem HAART Programm verbunden sind.

Das Programm des Tages sollte um 10°° Uhr beginnen, aber einige der HAART Patienten waren noch unterwegs zu unserer Halle. Mindestens zwei Drittel all unserer Patienten waren gekommen. Manche konnten nicht kommen, weil sie ja gottlob arbeiten und sich deshalb nicht freimachen konnten.

Pater Gerhard eröffnete die Feier mit einem Gebet. Dann übernahm der Programmdirektor. Zunächst sprach Pater Gerhard zu den Anwesenden und betonte wie wichtig uns die Patienten sind für das Anliegen des Blessed Gérard's Care-Zentrums, und er gab seinem Dank an die Patienten, den Vorstand, die Geschäftsführung und das gesamte HAART Team Ausdruck für alles was jeder dazu beigetragen hat, das Programm zu so einem beispielhaften Erfolg zu führen.

Herr Axel Pape, der Geschäftsführer, sprach anschließend zu den Versammelten. Auch er dankte den Patienten, dem Vorstand, der Geschäftsführung und dem HAART Team. Er erwähnte die bedeutende Rolle der Regierung und deren Verpflichtung im Kampf gegen HIV/AIDS und zitierte den Slogan "Ich trage Verantwortung, wir tragen Verantwortung, Südafrika trägt Verantwortung".

Anschließend trug Frau Nunn ein Gedicht von Russel Kelfer vor, das Frau Dube, unsere Sozialarbeiter ausgewählt hatte und den trefflichen Titel "Ich bin kein Unfall" trägt und das ziemlich bedeutsam für den Tag war. Das Gedicht wurde vollständig auf Zulu übersetzt, so dass jeder die Aussage des Gedichtes begreifen konnte.

Herr Zulu sprach im Namen der Therapieberater über den Fortschritt, den die Selbsthilfegruppen gemacht haben. Er ermutigte die Patienten auch für sich selbst zu sorgen und eine der Patientinnen zeigte als Beispiel ihre Handarbeiten (Handtaschen), mit deren Verkauf sie sich ihren Lebensunterhalt verdient.

Daraufhin präsentierte das HAART Team ein Gedicht, das sie selber verfasst hatten. Krankenschwester Simelane, Krankenpflegehelferin Nxumalo und Herr Dube trugen es vor. Es war ein "interaktives" Gedicht, und das machte es noch kraftvoller und wirksam, um die Botschaft zu vermitteln. Das Gedicht sprach über Stigma, HIV Test und den Behandlungsbeginn mit antiretroviralen Medikamenten und das Zurechtkommen mit Nebenwirkungen. Es ermutigte die Menschen auch, für ihre Gesundheit zu kämpfen und ihre Termine in der HAART Klinik einzuhalten.

Dann waren die Patienten an der Reihe und konnten freimütig über alles sprechen was sie über das HAART Programm denken und wie es einem so geht wenn man täglich als HIV positiver Mensch lebt. Einige der Aussagen bewirkten ein hohes Maß an Rührung. Einige waren ziemlich energiegeladen, aber alle hatten dieselbe Grundaussage: Positiv mit der HIV Infektion zu leben.

Dr. Khaya Nzimande danke dem Vorstand, besonders Pater Gerhard, für die Gelegenheit im Blessed Gérard's Care-Zentrum zu arbeiten. Er dankte auch der Geschäftsführung, dem HAART Team, und besonders den Therapieberatern für ihre glänzende Arbeit. Schließlich dankte er allen im HAART Programm dafür, dass sie ihn als ihren Arzt so gut akzeptiert haben und dafür, dass sie so kräftig gegen HIV/AIDS kämpfen.

Dank Frau Beaumont und dem Küchenpersonal wurde ein köstliches Mittagessen gereicht, das allen Anwesenden schmeckte. Den Tischsegen gab Pater Gerhard.

Eine der Selbsthilfegruppen hatte eine besondere Überraschung für Pater Gerhard: Sie überreichten ihm ein Geschenk, einen verspäteten Geburtstags- und Dankeschön-Kuchen. Diesen teilte Pater Gerhard dann an alle Anwesenden in der Halle aus. Auch Wiseman bekam von derselben Gruppe ein Geschenk.

So wie er ihn eröffnet hatte wurde Pater Gerhard gebeten, den Tag auch mit einem Gebet abzuschließen. Später gingen dann alle mit erneuerter Kraft zum Kampf gegen HIV/AIDS wieder auseinander.

Obwohl es ziemlich schwierig ist die Atmosphäre in der Halle mit Worten zu beschreiben genügt es festzustellen: Wenn es Menschen wie diese (Patienten und Angestellte) gibt, die sich immer noch bemühen, so viel im Bereich von HIV/AIDS zu unternehmen, dann gibt es immer noch Hoffnung für die Menschheit, im Kampf gegen HIV/AIDS siegreich zu sein.

Dr. Khaya Nzimande


Diese Seite ist Teil des Rundbriefs Nr. 29 der Brotherhood of Blessed Gérard


Diese Seite wurde zuletzt am 17-04-2013 22:22:31 aktualisiert.


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