Interview von Pater Martin Trieb OSB mit Pater Gerhard T. Lagleder OSB

Welcher besondere Geist wird von den Pflegern erwartet über das hinaus, was Pflegekräfte sowieso mitbringen wie in jedem Hospital?

Ich denke, dass unsere Gemeinschaft hier als religiöse Gemeinschaft, als religiöse Bruderschaft einen ganz besonderen Charakter hat. Wir sehen im Kranken Christus, aber wir wollen auch dem Kranken die Liebe Gottes durch unsere Pflege vermitteln. Also, durch dieses gegenseitige Vergegenwärtigen Gottes, die unsere Aufgabe ist, möchten wir einen ganz besonderen Akzent setzen. Dass Pflege eben nicht nur darum geht, dass man sich um den Körper eines Menschen kümmert, um seinen Geist, um sein soziales Umfeld, sondern dass man sich auch um den Patienten in seiner Beziehung zu Gott müht. Unsere Helfer kommen aus verschiedenen Religionen, sie kommen aus verschiedenen christlichen Konfessionen und sind also nicht alle katholisch. Was wir uns von den Helfern aber erwarten sind eine positive Einstellung unserem katholischen Glauben gegenüber und der Praxis dieses katholischen Glaubens gegenüber. Wenn sich beispielsweise ein Helfer daran stoßen würde, dann würde er in unserer Gemeinschaft hier nicht sehr glücklich sein. Wenn er aber ein offenes Herz hat und wir haben Leute, die Hindu sind, die sagen: „OK. Ich bin kein Katholik, aber als Hindu finde ich das gut, was ihr macht und ich akzeptiere dies und will mich einbringen soweit ich kann, dann ist er uns sehr herzlich und gern willkommen, aber was wir erwarten ist, dass dieses unser christliches Profil, dass dieser unser christlicher Weg den Kranken zu begegnen positiv getragen und unterstützt wird.


Diese Seite ist ein Teil von "Eine unvergängliche Bruderschaft" - Vorbereitungen für einen Videofilm über die Brotherhood of Blessed Gérard


Diese Seite wurde zuletzt am 08 October 2009 17:21:38 aktualisiert.

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