
Interview von Pater Martin Trieb OSB mit Pater Gerhard T. Lagleder OSB
Die schlechten Wohnverhältnisse haben sehr viel mit dem Krankenzustand oder mit den Gesundheitszustand vielmehr der Patienten zu tun. Erstens mal geht es um Hygiene. Wenn ich in einer Lehmhütte lebe, wenn ich keine Müllabfuhr habe, wenn ich keine Wasserversorgung habe, wenn ich keine Abwasserentsorgung habe, dann lebe ich eben in sehr unhygienischen Verhältnissen und das ist der Fall bei den meisten der Patienten, mit denen wir es zu tun haben. Mit anderen Worten: Die Patienten, die aus so einer armen Gegend kommen sind sehr vielen Krankheitskeimen ausgesetzt, die sich ein Europäer oder Amerikaner gar nicht so vorstellen kann, weil eben ein völlig anderer Standard in diesen Ländern besteht. Zum zweiten ist es auch so, daß viele Krankheiten dadurch hervorgerufen werden, daß diese schlechten hygienischen Verhältnisse auch Vorschub leisten, daß sich bestimmte Keime ausbreiten können, z.B. der Tuberkuloseerreger. Wenn ich in einer dunklen Hütte lebe ohne Fenster und nur mit einer kleinen Türe, die schlecht belüftet ist, dann wird sich der Tuberkuloseerreger umso mehr verbreiten als dies in einem gut gelüfteten und belichteten Krankenzimmer der Fall wäre. Also, die schlechten sozialen Verhältnisse, die schlechten Wohnverhälnisse in diesen Elendshütten haben schon einen sehr großen Einfluß auf den Gesundheitszustand der Leute und weil eben der so schlecht ist, müssen wir so gut als möglich helfen.
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Diese Seite wurde zuletzt am 22 April 2008 00:32:38 aktualisiert.